Die letzten Tage haben gezeigt welche Kapriolen das Wetter manchmal schlägt. Einige Bürger mussten innerhalb einer Woche gleich zweimal ihren Keller wieder trockenlegen.

Aus diesem Grund rät die Feuerwehr in NRW gemeinsam mit der Provinzial-Versicherung sich eine sogenannte Flutbox anzuschaffen, die Mietern und Eigentümern die Chance geben soll, im Falle eines Falles die Schäden durch Wasser im Haus zu minimieren.

Denn wenn das Wasser steigt „dann kann man ohne Pumpe nur zusehen“, sagt  Oliver Pahl von der hiesigen Provinzial. Genau dagegen soll die Flutbox helfen. Denn in ihr ist eine Pumpe, die bis zu 11 000 Liter in der Stunde bewegen kann. Das sind je nach Badewanne rund 50 bis 100 Badewannenfüllungen. „Das ist wirklich etwas Hochwertiges, was ich so im Baumarkt gar nicht bekomme“, sagt Stadtbrandmeister Alfons Huesmann, während er die weiteren Funktionen erklärt. 15 Meter lang ist das Kabel der Pumpe, um im Ernstfall eine trockene Steckdose zu erreichen. Zudem wird zur Sicherheit ein extra Personenschutzschalter mitgeliefert. 12,5 Meter lang ist der Schlauch, durch den die Pumpe das Wasser ins Freie befördern soll.

Die graue Box wirkt derweil als eine Art Filter, damit die Pumpe nicht verstopft. „In ihr kann die Pumpe das Wasser bis auf eine Höhe von acht Zentimetern abpumpen“, erklärt Huesmann. Nimmt man die Pumpe dann heraus, pumpt sie bis auf eine Höhe von zwei Zentimeter das Wasser ab.

In Telgte wird die Box von der Karthaus + Engberding GmbH vertrieben. Obendrauf gibt es zudem zehn leere Sandsäcke.

„Wenn die Menschen sich erst einmal selber helfen können, erleichtert das im Ernstfall unsere Arbeit“, sagt Huesmann. „Läuft so ein Keller voll, ist alles, was darin ist, zerstört“, sagt Huesmann. Er legt Wert darauf: „Die Pumpe wird nicht schlecht, und irgendwann braucht man sie.“