Innerhalb weniger Tage hat ein weiteres schweres Sommergewitter Telgte getroffen und für zahlreiche überschwemmte Keller gesorgt. Die Freiwillige Feuerwehr war rund drei Stunden lang mit insgesamt 58 Kräften im Dauereinsatz.

Gegen 19 Uhr tauchte die Gewitterfront plötzlich am Himmel über Telgte auf. Stellenweise schüttete es ab da wie aus Kübeln. Die Niederschläge waren aber stark unterschiedlich im Stadtgebiet verteilt. Während Areale in Richtung Klatenberg zwar stärkere Niederschläge verzeichneten, aber in deutlich geringerem Maß, liefen unter anderem im Bereich rund um die ehemalige Johanneskirche, in der Nähe des Friedhofes und im Süden der Stadt nach Angaben der Einsatzleitung etliche Keller voll.

Gegen 19.20 Uhr wurde die Feuerwehr nach Angaben von Stadtbrandmeister Alfons Huesmann das erste Mal alarmiert. Um 20 Uhr entschied die Einsatzleitung angesichts des heftigen, andauernden Niederschlags und der zahlreichen Notrufe, zuerst die Wache an der Alverskirchener Straße, später auch die in Westbevern zu besetzen. Aus den jeweiligen Einsatzleitzentralen wurden die Einsätze koordiniert. 47 Mal rückte die Wehr aus, am vergangenen Sonntag waren es 90 Einsätze. Unterstützung erhielten die Kameraden aus Telgte und Westbevern erneut von der Feuerwehr Everswinkel, die mit zwölf Feuerwehrleuten nachbarschaftliche Hilfe leistete. „Um 22 Uhr war der Spuk dann vorbei“, sagte Stadtbrandmeister Alfons Huesmann am Samstagmorgen. Da es seitens des Wetterdienstes aber keine Entwarnung für Telgte gab, entschied die Einsatzleitung, bis 23 Uhr in der Wache zu verbleiben, um für den Fall der Fälle, dass weitere Alarmierungen kommen, vorbereitet zu sein und direkt eingreifen zu können.

Einige weitere Einsätze gab es dann am Samstag: Auch da war die Feuerwehr gefordert, um an der einen oder anderen Stelle wieder Wasser abzupumpen.

 

Text: wn.de