Das Szenario forderte den Kräften einiges ab. Angenommene Lage war, dass es in der Hafeneinfahrt zu einer Explosion auf einem Boot gekommen war, in dessen Folge ein Feuer ausbrach. Mehrere Verletzte sowohl auf dem Boot als auch im Wasser und am Ufer mussten gerettet werden.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr Greven, Matthias Wendker, bildete zur Bewältigung der komplexen Aufgaben vier Einsatzabschnitte. Für die Menschenrettung im Wasser und an Land wurden vier Kameraden in Überlebensanzügen eingesetzt, zusätzlich das Motorboot der Feuerwehr Telgte. Parallel dazu begann die Brandbekämpfung. Außerdem versuchten andere Einsatzkräfte, das Ausbreiten auslaufender Betriebsstoffe zu verhindern. Dazu wurden die Ölsperre des Kreises Steinfurt und das Motorboot der Feuerwehr Greven eingesetzt. Um insgesamt acht verletzte Personen kümmerten sich die DRK-Mitglieder.

Ziel der Übung war es auch, die Kommunikation der einzelnen Einheiten untereinander zu proben. Dieses war die erste gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Greven und Westbevern sowie des DRK Telgte. „Die Idee zu einem gemeinsamen Ausbildungsdienst gab es schon länger. Da Greven und Westbevern aneinander grenzen, kam es auch bei Einsätzen schon zu ersten Kontakten. Uns war es wichtig, die Kameraden, die Einsatztaktiken und auch die Ausstattung der benachbarten Feuerwehren besser kennenzulernen“, betont der stellvertretende Westbeverner Löschzugführer Frank Göttker.

Am Ende waren die Organisatoren, Christian Wietkamp vom Löschzug Greven, Klaus Schulte und Frank Göttker vom Löschzug Westbevern sowie Sascha Ranft vom DRK, mit dem Verlauf sehr zufrieden. Ein Dank galt dem Hafenmeister Klaus Nowacki, der das Areal zur Verfügung gestellt hatte.