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Strohlagerbrand sorgt für erneuten Großeinsatz
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ostbevern einen Großbrand zu bekämpfen. Dieses Mal stand ein Strohlager in Flammen.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde die Freiwillige Feuerwehr am Sonntagabend zu einem Brand gerufen. In der Bauerschaft Lehmbrock stand ein Strohlager in Flammen.
Nach Angaben des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Nico Holtkemper wurde vorsichtshalber nicht nur der Löschzug Ostbevern, sondern auch die sogenannte Löschwasserförderkomponente der Feuerwehren Telgte, Everswinkel und Ostbevern und der Löschzug Westbevern alarmiert. Der Grund dafür: Das Strohlager mit einer Grundfläche von acht mal zehn Meter lag im Außenbereich, was im Normalfall die Wasserversorgung schwieriger macht. „Da allerdings die Bever direkt hinter der Einsatzstelle verläuft, konnten einige dieser Einheiten schnell wieder umdrehen und einrücken, da die zuerst für aufwendig gehaltene Löschwasserversorgung am Ende unproblematisch war“, sagt der Fachmann. Das Strohlager, das mit einem Stahlgerüst und Dachfolie vor Nässe geschützt war, stand bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in Vollbrand.
Rund 35 Einsatzkräfte gingen mit vier C-Rohren sowie einem größeren B-Rohr gegen die Flammen vor. Dennoch waren die Löscharbeiten langwierig. Bis in die Nacht hinein war die Feuerwehr vor Ort, um die letzten Glutnester zu finden und zu beseitigen. Dabei half auch ein Landwirt mit seinem Trecker, der die gepressten Ballen auseinanderzog und so das gezielte Ablöschen ermöglichte. „Aufgrund der körperlich schwereren Arbeit wurden nur wenige schwere Atemschutzgeräte eingesetzt“, betonte Holtkemper. Die Löscharbeiten wurden zum größten Teil mit umluftabhängigen Filtergeräten durchgeführt. Während der Löschzug Ostbevern am Einsatzort war, stellte die Löschgruppe Brock den sogenannten Grundschutz für eventuelle weitere Notfälle am Gerätehaus sicher. Einsatzleiter war Ferdi Haverkamp.
Als durchaus kräftezehrend bezeichnet Holtkemper die vergangenen Tage mit dem erhöhten Einsatzaufkommen. Bereits 67 Mal waren die Ehrenamtlichen bisher im Jahr 2023 gefordert. Über die Brandursache ist noch nichts bekannt. Die Polizei war vor Ort und nahm Ermittlungen auf. Ein Ergebnis gibt es allerdings noch nicht.
Foto und Text: wn.de