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Standortsuche mit Telgte nicht vergleichbar
Die Diskussion über einen neuen Feuerwehrstandort in Telgte steuert auf eine Entscheidung zu. Ende September soll sie in einer Sondersitzung des Planungsausschusses fallen. Anschauungsunterricht, wie in anderen Orten neue Feuerwachen entstanden sind, nahmen am Montag Vertreter von Politik und Verwaltung, der Freiwilligen Feuerwehr und der Bürgerinitiative, die sich gegen den Standort an der Alverskirchener Straße wehrt und den Bolzplatz vor ihrer Haustür erhalten will. Ein Bus brachte sie nach Ladbergen und Hörstel, wo die Bürgermeister Udo Decker-König und Heinz Hüppe Auskunft gaben.
Er habe, so Bürgermeister Wolfgang Pieper, eine Fülle an fachlichen Anregungen mitgenommen, die für die Funktionalität einer Feuerwache und die optimalen Abläufe wichtig seien. In beiden Orten sei die Akzeptanz und Unterstützung der Feuerwehr durch Rat, Verwaltung und Bürgerschaft sehr hoch. Die Befürchtung, dass Anlieger durch den Lärm einer Feuerwache belästigt würden, habe sich für ihn sehr stark relativiert.
Das Standortsuchverfahren, das ja hier der große Streitpunkt ist, sei mit Telgte nicht vergleichbar, räumte Pieper ein. Die Wachen in Hörstel und Ladbergen seien kleiner, als sie in Telgte benötigt würde. Trotzdem ist das Grundstück in Hörstel 7500 Quadratmeter groß. Die Stadtverwaltung Telgte will mit 6000 Quadratmetern auskommen. In der Skizze, die man im Juni bei der Bürgerversammlung gezeigt habe, sei das gesamte Raumprogramm untergebracht. Die Feuerwache soll zwölf Stellplätze, eine Waschhalle plus eine Zufahrt zur Lagerhalle, also insgesamt 14 Tore, haben. Es werde auch Aufgabe des geplanten Architektenwettbewerbs sein, eine intelligente Gebäudeanordnung vorzunehmen, so Pieper.
Stadtbrandmeister Alfons Huesmann fand es sinnvoll, dass bei der Besichtigung deutlich wurde, welche Anforderungen heutzutage an eine Feuerwache gestellt werden. Auch habe man erfahren, dass es in Ladbergen keine Probleme mit den Nachbarn gebe. Die Wache in Hörstel liege weiter außerhalb.
Cornelia Lipkow von der Bürgerinitiative an der Alverskirchener Straße meinte zwar auch, dass es wichtig gewesen sei zu sehen, was erwartet werde, damit die Feuerwehr ihre Kernaufgaben erfüllen könne. Aber die Standortentscheidung sei in beiden Orten mit der in Telgte nicht vergleichbar. Die Bürgerinitiative will in den nächsten Wochen nochmals Gespräche mit den Ratsfraktionen führen, weitere Unterschriften sammeln und Flyer verteilen, „damit die Stadt merkt, dass wir unsere Interessen noch nicht begraben haben“.