Auch wenn bereits anstrengende Tage mit mehreren Einsätzen (WN berichteten) hinter ihnen lagen, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr waren am Montagabend ein weiteres Mal gefordert. Diesmal aber bei einer Übung auf dem Gelände der Zimmerei Plessner in der Harkampsheide.

Die beiden Organisatoren Udo Bubbel und Benjamin Schürholt schonten die Feuerwehrleute nicht: Denn gleich zwei Szenarien fanden parallel statt, zudem war die Jugendfeuerwehr in das Geschehen eingebunden.

Das Gros der Kräfte war bei einem Übungsbrand in der Produktionshalle des Unternehmens eingesetzt. Starke Rauchentwicklung erschwerte den Feuerwehrleuten die Suche nach insgesamt sechs Mitarbeitern, die in dem Gebäude vermisst wurden. Die Mimen wurden vom Deutschen Roten Kreuz gestellt.

Während mehrere Trupps unter Atemschutz die Bergung der Übungsopfer übernahmen, bauten andere Feuerwehrleute eine Wasserversorgung auf. Die Koordination des Gesamteinsatzes übernahm Olaf Döring.

Doch damit war es nicht genug: Parallel dazu war eine weitere Gruppe um Gunnar Schlecht gefordert. Angenommene Lage in diesem Fall war, dass es beim Verladen einer Palette mit Dachziegeln am Gabelstapler einen technischen Defekt gegeben hatte, bei dem ein Mitarbeiter unter der zentnerschweren Last eingeklemmt wurde. Mit den Gerätschaften des neuen Rüstwagens, der erst seit Kurzem zur Verfügung steht, wurde die Bergung ausgeführt.

„Es ist alles gut gelaufen“, resümierte Übungsleiter Benjamin Schürholt am Ende vor den angetretenen Feuerwehrkameraden. Bis auf einige Feinheiten sei ihm nichts Negatives aufgefallen.

Ein dickes Lob bekam die Feuerwehr auch von Bürgermeister Wolfgang Pieper. Angesichts diverser Einsätze in den vergangenen Tagen, darunter der Brand eines Treckers samt Strohballenpresse sowie ein Unfall in Raestrup und ein Wasserschaden in einem Haus am Orkotten, bezeichnete er die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr als wichtig für das Gemeinwohl.

Insofern seien solche Übungen auch eine gute Gelegenheit, einmal in der Öffentlichkeit zu zeigen, was die Wehr alles leisten könne und welche Geräte dabei eine Rolle spielen würden.

Zahlreiche Zuschauer, darunter etwa Nachbarn des Zimmereibetriebs sowie Vertreter des Stadtrates, verfolgten das Übungsgeschehen.

 

Text und Bilder: wn.de