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Rauchen und Grillen strengstens verboten
Die lange Trockenheit sorgt dafür, dass die Waldbrandgefahr steigt und steigt. Förster, Feuerwehr und Ordnungsamt geben den Bürgerinnen und Bürgern einige Ratschläge, wie sie sich im Wald zu verhalten haben. Und was sie keinesfalls tun dürfen.
Seit Februar hat es viel zu wenig geregnet. Die Böden sind ausgetrocknet. Das auf dem Waldboden liegende Totholz ist pulvertrocken. Und größere Regenmengen sind nicht zu erwarten. Das bisschen Niederschlag, das für den Rest der Woche prognostiziert wird, wird wohl nicht ausreichen, um die Lage zu entspannen. Deshalb machen Förster Markus Pröbsting-Erpenbeck, Carsten Einhoff, stellvertretender Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Telgte, und Ordnungsamtsmitarbeiter Alfons Huesmann eindringlich auf die hohe Waldbrandgefahr aufmerksam. Aktuell gilt die Warnstufe drei von fünf. Das bedeutet mittlere Gefahr.
Bußgelder drohen
Förster, Feuerwehr und Ordnungsamt geben Tipps, wie sich Waldbesucher zu verhalten haben und verraten auch einige Spielregeln: Vom 1. März bis zum 31. Oktober gilt im Wald ein absolutes Rauchverbot. Wer dem zuwiderhandelt, muss wegen einer Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von 150 Euro berappen. Der Raucher muss dabei nicht von der Polizei erwischt werden, auch der Förster darf eine Anzeige schreiben und ein Bußgeld verlangen. Die Vollstreckung übernimmt das zuständige Forstamt.
Generell verboten ist es auch, im Wald zu grillen oder Feuer zu machen. Bußgelder bis 5000 Euro drohen. Privatleuten ist es zudem untersagt, Waldwege zu befahren. Ausgenommen sind Waldeigentümer. Waldeinfahrten müssen unbedingt freigehalten werden und dürfen keinesfalls zugeparkt werden. Autofahrer sollten darauf achten, nicht auf trockenem Gras zu parken. Dieses könnte sich entzünden.
Wer Rauch oder Brandgeruch feststellt, sollte sofort die Feuerwehr verständigen, den Ort möglichst genau beschreiben und sich dann entfernen. Die ersten Einsatzkräfte, die am Brandort eintreffen, hinterlassen im Wald an Abzweigungen als Wegweiser Pylone. Liegt eine Pylone und zeigt beispielsweise nach links, müssen die Helfer links abbiegen. „Wer die liegende Pylone sieht, sollte sie deshalb nicht aufstellen, sondern einfach liegenlassen“, appelliert Carsten Einhoff.
Einhoff berichtet, dass an dem vorhandenen Waldbrandschutzkonzept ständig gearbeitet werde. Voraussichtlich am 5. Juli soll die Befahrbarkeit der Klatenberge im Rahmen einer Übung mit Großfahrzeugen getestet werden. 2026 ist dort eine große Übung mit überörtlichen Feuerwehren geplant, bei der vermutlich auch Hubschrauber zum Einsatz kommen, die Wasser abwerfen.
Hubschrauber werfen Wasser ab
Auch waldbauliche Maßnahmen sollen dazu dienen, Bränden vorzubeugen. Ein Mittel ist der Waldumbau. Mehrschichtige, artenreiche Mischbestände mit Laubholz sind das Ziel. Die Kiefer, so Förster Markus Pröbsting-Erpenbeck, sei besonders brandgefährdet, weil sie besonders harzreich sei und die Nadeln leicht entflammbare ätherische Öle enthielten.
Das Forstamt sorgt auch dafür, dass die Wege auf einer Breite von 3,5 Metern und bis zu einer Höhe von vier Metern freigeschnitten sind. Das sind die Mindestanforderungen an Waldwege, um eine Befahrbarkeit mit Rettungsfahrzeugen zu gewährleisten. Die Erschließung und Erreichbarkeit der Flächen seien neben der Verfügbarkeit von Löschwasser wesentlicher Bestandteil der vorbeugenden Maßnahmen, erläutern die Experten.
Extremwetterlagen werden sich häufen
Und der Blick in die Zukunft ist alles andere als rosig: „Sicher ist, dass angesichts der veränderten Klimabedingungen mit einer Häufung von Extremwetterlagen und deren Intensität das Risiko für Waldbrände zunimmt“, erklärt Pröbsting-Erpenbeck. „Sowohl in der Häufigkeit als auch in der Intensität.“ Deshalb würden Waldbrandvorbeugung und
-bekämpfung zur Daueraufgabe.