Die Situation klingt beunruhigend: In einer Scheune wird eine vierköpfige Familie beim Basteln von einem Feuer überrascht und schließlich eingeschlossen. Dichter Rauch erwartet die herbeigerufenen Retter der Jugendfeuerwehr, die mit mehreren Fahrzeugen und Unterstützung durch das DRK sowie fast 20 Kindern unter Blaulicht den Hof Gerkmann erreichen.

Schnell sind die Schläuche ausgerollt. Erste Trupps dringen mit Atemschutz in die Scheune vor und können schließlich alle vier eingeschlossenen Personen retten. Kurze Zeit später kommt über Funk auch die beruhigende Nachricht: „Feuer aus!“

Was sich am Sonntag unter den Augen zahlreicher Zuschauer und Eltern abspielte, war die Frühjahrsübung der Jugendfeuerwehr, an der auch Kinder aus Westbevern sowie Mitglieder des DRK Telgte teilnahmen.

Die stellvertretende Leiterin der Jugendfeuerwehr, Verena Baune, zeigte sich am Ende mit dem Einsatz und dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden. Eine Manöverkritik sei weder nötig noch gewollt: „Die Kinder sollen in erster Linie Spaß haben. Für viele war es die erste Übung dieser Art, und alle wollen natürlich zeigen, was sie bei unseren wöchentlichen Gruppenabenden über die Aufgaben und Techniken der Brandbekämpfung gelernt haben.“

Eine Besonderheit sei, dass sowohl die Planung als auch die eigentliche Übung unter Leitung der Nachwuchskräfte gestanden habe. Als Einsatzleiter fungierte der 16-jährige Niklas Osterholt, der sich auch die Ausgangslage mit seinem Team erdacht hatte.

Um möglichst realitätsnah zu bleiben, war sowohl für Rauch aus der Nebelmaschine als auch für reichlich Wasser aus dem naheliegenden Löschteich gesorgt. Mit viel Eifer wurde dieses unter anderem von der Drehleiter zur Kühlung des Gebäudes eingesetzt.

 

Text & Foto: WN, Uwe Seifert