„Die Anschaffung hat hohen Wert für die Strategie der Feuerwehr“, sagte Bürgermeister Wolfgang Pieper, der bei der Präsentation der Fahrzeuge darauf hinwies, dass es noch immer einen Investitionsstau gebe und zudem unterstrich: „Der Brandschutzbedarfsplan hat die Notwendigkeit der Fahrzeuge deutlich gemacht.“ Eines der beiden Vorgängermodelle sei so alt, dass es wohl auf den Schrott komme, so Feuerwehrmann Nico Sand. Das zweite Fahrzeug werde zu einem Mannschaftstransporter umgebaut.

Die beiden neuen Mercedes-Sprinter können technisch überzeugen. So sorge der Allradantrieb für eine erhöhte passive Sicherheit. 163 Pferdestärken stecken unter jeder der beiden Hauben, bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Noch beeindruckender als die reine Fahrzeugtechnik ist jedoch die feuerwehrspezifische Ausstattung, die sich im Inneren verbirgt.

Digitalfunk ist bereits verbaut, aber auch analog kann gefunkt werden. Zudem verfügt jedes der beiden Fahrzeuge über je zwei Computer-Arbeitsplätze. „Auch der Funk will schließlich möglichst entlastet werden, daher ist es häufig einfacher, mal eine E-Mail zu schreiben“, erklärt Sand einen Zweck der Rechner. Ein weiterer sind die gestiegenen Anforderungen an die Dokumentation der Einsätze.

Ein Fax sowie ein Drucker sind ebenso an Board, wie ein eigenes LTE-Netz. Auch ein Navi haben die beiden Einsatzleitfahrzeuge an Bord. „Heute eigentlich kein Hexenwerk mehr“, sagt Sand. Doch diese Navigationsgeräte sind anders, als man sie von seinem privaten Pkw kennt. Denn die Besatzung muss die Route zum Einsatzort nicht mehr per Hand eingeben, sie wird von der Einsatzleitstelle direkt auf das Gerät übermittelt – das spart im Ernstfall Zeit, die Leben retten kann. Auch mehrere Funktelefone sowie ein Strahlenschutzgerät fehlen nicht.

Gekauft wurden übrigens nicht nur die beiden Fahrzeuge, sondern auch ein drittes. Das steht allerdings in Everswinkel – und wurde natürlich auch dort bezahlt: „Es ist genau das selbe, nur dass nicht Feuerwehr Telgte dran steht“, scherzt Sand. Der Hintergrund: Telgte ist mit Everswinkel und Ostbevern auch im Bereich der Feuerwehr einen sogenannten „TEO-Verbund“ eingegangen. „Die Synergieeffekte kommen uns dabei jetzt zu Gute“, sagt Bürgermeister Pieper und verweist darauf, dass es durchaus ein paar Euros zu sparen gebe, umso mehr Fahrzeuge man der Herstellerfirma, in diesem Fall ein Unternehmen aus dem Emsland, abnehme.