Die angenommene Lage war, dass es beim unsachgemäßen Umgang mit Gefahrgut in einem Bootshaus zu einer Explosion mit anschließendem Brand gekommen war. Insgesamt sechs Personen waren dabei verletzt worden. Drei Übungsopfer mussten aus dem Objekt gerettet werden, zwei waren durch die Wucht der Explosion in die nahe Ems geschleudert worden und eine Person lag im Gefahrgutbereich. Das bedeutete in diesem Fall nicht nur eine aufwendige Bergung, sondern hinterher vorsorglich auch eine Dekontamination der Person.

Während die DLRG aus Telgte und Münster sowie ein Trupp der Feuerwehr mit insgesamt drei Booten auf dem Wasser waren, um die Personen dort zu retten, machten sich andere Einheiten der Feuerwehr unter Atemschutz daran, in das völlig verqualmte Bootshaus des Paddelclubs einzudringen, um einerseits das Übungsfeuer zu löschen und andererseits die Opfer zu retten. Das DRK übernahm die Versorgung der Verletzten. Drei Rettungswagen, ein Notarztfahrzeug sowie ein Krankenwagen waren dafür eingesetzt. Alle Fäden liefen am Montagabend bei Einsatzleiter Reinhold Flüthe zusammen. Die Übung ausgearbeitet hatten Martin Dorgeist, Patrick Sentef und Nicolas Kreienbäumer.

Nach dem Übungseinsatz war vor dem Einsatz, denn bei einer Nachbesprechung wurde das Geschehen eingehend unter die Lupe genommen. „Die Aufgaben wurden souverän und strukturiert abgearbeitet“, sprach Zugführer Nicolas Kreienbäumer von einer gelungenen Übung.

 

Text: wn.de
Fotos: DLRG Münster und Feuerwehr Telgte