Während die Narren gut gelaunt den Karnevalsumzug verfolgten, herrschte im DRK-Heim am Steintor Hochbetrieb. Dort hatten Polizei, Ordnungsamt, DRK und Feuerwehr eine Einsatzzentrale eingerichtet. Von dort machten sich die Kräfte auf den Weg. Dort liefen sämtliche Fäden zusammen.

Personell aufgerüstet hatte die Polizei in diesem Jahr: Gut 20 Uniformierte waren im Einsatz, zudem einige Beamte in Zivil. Gegen Abend wurde das Polizeiaufgebot noch einmal erweitert, um rund um die Zeltparty und in der Innenstadt für Sicherheit zu sorgen. Ein Lob gab es für das Telgter Sicherheitskonzept von Siegfried Hilge, Leiter der Polizeiwache in Warendorf. „Die Zusammenarbeit ist hervorragend, und alles ist bestens koordiniert“, sagte er.

Großeinsatz für viele Ehrenamtliche

Einen Großeinsatz hatte auch das städtische Ordnungsamt um Fachbereichsleiterin Tatjana Hansen. Bei der Verwaltungsmitarbeiterin liefen viele Fäden zusammen. Unter anderem waren zwei Teams im Einsatz, um Jugendschutzkontrollen durchzuführen. Außerdem war der sogenannte Verkehrsüberwachungsdienst bereits Stunden vor dem Großereignis entlang der Zugstrecke unterwegs, um ein einwandfreies Durchkommen der Wagen und Fußgruppen zu ermöglichen. Die eine oder andere Verwarnung musste dabei trotz der bereits vor Tagen aufgestellten Schilder geschrieben werden.

Während der Veranstaltung gab es auch einige Gespräche und Diskussionen: Darunter beispielsweise Personen, die die Sperren auf ihrem Weg zum Ziel in der Innenstadt umfahren wollten. Dann mussten Alternativen gefunden werden.

Mobile Sperren

Angesichts möglicher Gefahren durch sogenannte Überfahrttaten kam an verschiedenen Stelle in der Innenstadt schweres technisches Gerät zum Einsatz. Vor allem Trecker mit Anhängern fungierten als mobile Sperrungen, zudem weitere größere Fahrzeuge. Die Verwaltung hatte sich für eine mobile Sperr-Variante entschieden, damit im Ernstfall die Rettungskräfte einfacher zu möglichen Einsatzstellen kommen konnten.

Mit zwei Rettungswagen und 13 Ehrenamtlichen begleitete das DRK das Großereignis. Die Sanitäter waren dabei auch mit kleineren Fußteams im Einsatz, die schnell einen möglichen Einsatzort erreichen konnten.

Acht Mitglieder der Feuerwehr waren ebenfalls mit einem Fahrzeug direkt an der Zugstrecke, weitere wären im Bedarfsfall in kürzester Zeit nachgerückt.

Eine Neuerung gab es in diesem Jahr. Die Telgter Funkamateure des DARC-Ortsvereins N44 sorgten – zusätzlich zum Funk der Einsatzfahrzeuge – für die Kommunikation entlang des Zuges. Dazu hatte Raimund Misch zusammen mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Ersin Oskay ein Konzept ausgearbeitet. An verschiedenen Punkten im Stadtgebiet waren die Funkamateure positioniert, um beispielsweise bei einer Suche schnell sowohl Ansprechpartner für die Hilfsorganisationen zu sein, als auch die Kommunikation untereinander sicherzustellen. Gut ein Dutzend Funkamateure war im Einsatz.

Etliche Mitarbeiter des Bauhofes waren ebenfalls im Dauereinsatz. Sie hatten beispielsweise Absperrungen aufgebaut, stellten mobile Sperrungen und sorgten nach dem Großereignis dafür, dass die letzten Spuren schon bald wieder beseitigt waren.

 

Text und Bilder: wn.de