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Golfcart kollidiert mit Eurobahn
In der Nähe des Campingplatzes in Telgte kam es am frühen Sonntagmorgen zu einem ungewöhnlichen Unfall, bei dem ein Golfcart mit einem Zug kollidierte.
Glück im Unglück hatte die Fahrerin eines Golfcarts am frühen Sonntagmorgen: Denn auch wenn es in Raestrup zur Kollision mit einem Zug kam, die Frau hatte sich vorher in Sicherheit bringen können. Auch die Fahrgäste sowie der Triebfahrzeugführer blieben unverletzt.
Nach Angaben der Polizei hatte die 52-jährige Telgterin mit dem zweisitzigen Elektromobil gegen 0.30 Uhr einen Wirtschaftsweg befahren, der südlich der Bundesstraße 64 in Höhe eines Campingplatzes parallel zum Bahngleis verläuft.
Sachschaden in Höhe von rund 20.000 Euro
„In einer Rechtskurve geriet sie an einem unbeschrankten Bahnübergang in das Gleisbett. Es gelang ihr nicht, das Fahrzeug zurück auf die Fahrbahn zu fahren, sodass die in Richtung Münster fahrende Eurobahn dieses trotz eingeleiteter Notbremsung touchierte“, heißt es im Polizeibericht. Die Frau, der Lokführer sowie alle zwölf Fahrgäste in der Eurobahn blieben unverletzt. An der Bahn entstand Sachschaden im Frontbereich.
Das Elektro-Leichtkraftfahrzeug wurde bei dem Zusammenstoß zerstört. Der Gesamtschaden wurde auf 20.000 Euro geschätzt. Der Bahnverkehr wurde vorübergehend gesperrt. Neben der Feuerwehr und Rettungskräften war auch ein Notfallmanager der Bahn am Einsatzort.
Fahrerin Blutprobe entnommen
Während der Unfallaufnahme wurde nach Angaben der Polizeibeamten festgestellt, dass die Telgterin unter dem Einfluss von Alkohol stand. Eine Blutprobe wurde angeordnet und ein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet. Das nicht versicherte Golfcart wurde nach Polizeiangaben nach der Bergung sichergestellt.
Die Bergung des Fahrzeuges übernahmen Kräfte der Feuerwehr Telgte. Sie entfernten auch einen Teil der Frontverkleidung des Zuges, um diesem die Weiterfahrt zu ermöglichen, sagte Carsten Einhoff von der Freiwilligen Feuerwehr. Zudem holten die Feuerwehrleute mit Hilfe einer Plattform die Fahrgäste aus dem Zug, damit diese anschließend per Taxen weitertransportiert werden konnten.
Text und Foto: wn.de