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Feuerwehr und Rettungsdienst üben das Szenario Flugzeugabsturz
Bei einer Großübung zeigten mehr als 100 Einsatzkräfte am Montagabend auf dem Berdelflugplatz ihren Ausbildungsstand. Besonders kam es dabei auf das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten an.
Ein abgestürztes Kleinflugzeug mit mehreren schwer verletzten Insassen, ein dadurch ausgelöster Brand in der Werkstatt des Flugplatzes mit etlichen Vermissten sowie ein ebenfalls vermisster Handwerker auf dem Hallendach: Die Sommerübung der Feuerwehr am Montagabend forderte von den Einsatzkräften unter Leitung von Gunnar Schlecht eine Menge.
Denn neben der klassischen Menschenrettung und der Brandbekämpfung ging es auch um das Zusammenspiel mit dem Rettungsdienst bei einem solchen Massenanfall von Verletzten.
Zusammenarbeit der Löschzüge im Fokus
Auch das Miteinander unterschiedlicher Löschzüge stand bei der Übung im Fokus. Denn neben den Kameraden aus Telgte und Westbevern waren Feuerwehrleute aus Einen und Freckenhorst im Einsatz. Zudem kam die TEO-Löschwasserkomponente zum Einsatz.
Die auszubildenden Notfallsanitäter des Kreises Warendorf – unterstützt von weiteren Kräften - übernahmen die Erstversorgung der Verletzten auf einem eigens eingerichteten Sammelplatz. Fünf Rettungswagen, drei Notarzt-Einsatzfahrzeuge und mehrere Krankenwagen waren vor Ort. Das Team der realistischen Unfalldarstellung des DRK hatte im Vorfeld dafür gesorgt, dass Mimen entsprechend geschminkt und vorbereitet waren.
"Es ist sehr gut gelaufen."
Nicolas Kreienbäumer
„Es ist sehr gut gelaufen“, resümierte Nicolas Kreienbäumer nach gut einer Stunde, als die wichtigsten Übungsziele erreicht und die einzelnen Aufgaben abgearbeitet waren. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einheiten, die Aufteilung der Aufgaben und die Zusammenarbeit hätten richtig gut funktioniert. Gemeinsam mit Daniel Albers, Pierre Dorneau, Mathias Bußmann und Martin Dorgeist hatte Kreienbäumer alles ausgearbeitet. Das Übungs-Kleinflugzeug wurde vom Flughafen Münster-Osnabrück zur Verfügung gestellt.
Bürgermeister und Ratsmitglieder vor Ort
Auch Bürgermeister Wolfgang Pieper lobte nach dem Übungsende die Zusammenarbeit. Die verschiedenen Einheiten hätten bewiesen, dass sie auch eine solche sehr komplexe Situation sach- und fachgerecht bewältigen könnten. Zugleich habe das Szenarium gezeigt, wie wichtig solche Übungen über die Stadt- und Gemeindegrenzen hinweg seien, denn nur gemeinsam könne eine solche Situation bewältigt werden.
Zahlreiche Zuschauer, Vertreter der am Berdelflugplatz ansässigen Luftsportvereine, Ratsmitglieder und Vertreter der Verwaltung hatten sich die Übung angeschaut.
Text: wn.de, Bilder: Feuerwehr Telgte