Seit Jahren arbeiten die Feuerwehren in Telgte, Everswinkel und Ostbevern eng zusammen, beispielsweise bei größeren Einsätzen oder Übungen. Das Ganze wird nun auf ein anderes Niveau gehoben, denn auch der Brandschutzbedarfsplan, den alle Kommunen in NRW im fünf-Jahres-Rhythmus erstellen müssen, ist ab sofort ebenfalls interkommunal angelegt. Ein Novum nicht nur für die Stadt und die beiden Gemeinden, sondern auch für alle anderen Beteiligten, wie beispielsweise der Bezirksregierung als Oberbehörde.

„Nun wächst endlich richtig zusammen, was auch zusammen gehört“, bringt Telgtes Stadtbrandmeister Lutz Mahler die neue Dimension der Zusammenarbeit auf den Punkt. Und Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper spricht von einem „Quantensprung“ für alle Beteiligten und zeigt sich überzeugt, dass es durch die übergreifende Zusammenarbeit gelingen werde, weitere Synergien zu heben und letztlich für ein Mehr an Sicherheit zu sorgen.

Everswinkels Bürgermeister Sebastian Seidel verwies bei der Vorstellung des interkommunalen Brandschutzbedarfsplans auf die bereits langjährigen Erfahrungen etwa bei der gemeinsam genutzten Wasserkomponente, bei den Gerätewarten, die von allen drei zuständigen Kommunen anteilig finanziert seien, sowie die gemeinsame Kleiderkammer. Ein weiterer wichtiger Schritt in der nächsten Zeit sei die bereits beschlossene Einstellung eines IT-Verantwortlichen für die drei Wehren.

Weg war nicht immer einfach

Dass der Weg hin zu einem gemeinsamen Brandschutzbedarfsplan nicht immer einfach gewesen sei, unterstrich Ostbeverns Bürgermeister Karl Piochowiak. Auch wenn die Beteiligten, vor allem innerhalb der Wehren, in den Kommunen im übertragenen Sinne „Feuer und Flamme“ gewesen seien, das eine oder andere dicke Brett habe gebohrt und Bedenken bei den Genehmigungsbehörden aus dem Weg geräumt werden müssen. Ein Problem dabei sei zum Beispiel gewesen, ob ein solcher interkommunaler Plan kommunalverfassungsrechtlich überhaupt zulässig sei.

Doch diese Fragen und Probleme sind allesamt geklärt. Seit etwa Anfang der Sommerpause liegt das knapp 200 Seiten starke Werk der Politik vor, in den nächsten Tagen und Wochen stehen in den drei beteiligten Kommunen die entsprechenden Beratungen und Beschlüsse auf dem Programm.

 

Text und Bild: wn.de