Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Feuerwehr am Dienstagabend gerufen: Eine Ente konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der Wasserwalze unterhalb des Wehres am Christoph-Bernsmeyer-Haus befreien, da die Strömung zu stark war.

Unter Leitung des stellvertretenden Wehrführers Nico Sand rückte die Feuerwehr mit "Spezialgerät" an. Nach kurzer Erkundung der Lage wurde die weitere Vorgehensweise besprochen. "Schnell waren vier Leinen an einem Brötchenkorb befestigt und mit Hilfe einiger an der Einsatzstelle stehender Passanten wurden diese mitsamt dem Korb über die Ems gespannt", erläutert Wehrführer Alfons Huesmann die "rettende Idee".

Fingerspitzengefühl war anschließend an den Leinen gefragt. Nach einigem Hin und Her, Hoch und Runter sei es den Helfern dann gelungen, die Ente in den Korb zu bugsieren. Mit vereinten Kräften seien der Brötchenkorb samt des Tieres in die Höhe und an das rettende Ufer gezogen worden.

Mittlerweile hatten sich bereits knapp zwei Dutzend Zuschauer eingefunden, die von der Brücke aus die spektakuläre Rettungsaktion verfolgten. "Dass es spontanen Applaus für die Retter gab, hat alle natürlich sehr gefreut", sagt Huesmann rückblickend.

Die Ente hatte den Schrecken schnell überstanden. Nach einer kurzen Pause von etwa zehn Minuten machte sie sich auf den Weg flussabwärts in Richtung Greven – "natürlich auf der Ems, wie es sich für eine gute Ente gehört", so der Wehrführer.