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Eine Feuerwehr-Ära geht zu Ende
Stadtbrandmeister Alfons Huesmann und sein Stellvertreter Nico Sand hören auf. Am 7. April soll der Rat eine neue Wehrführung wählen.
In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai wird für die Feuerwehr Telgte eine Ära zu Ende gehen. Denn dann wird Alfons Huesmann, seit 1996 Stadtbrandmeister, aus dieser Funktion ausscheiden. Mit dieser langen Dienstzeit ist Huesmann zugleich der dienstälteste Wehrführer im Kreis Warendorf.
Nach rund 26 Jahren an der Spitze, hinzu kommt eigentlich noch eine vorherige längere Zeit als kommissarischer Leiter, wird er die Aufgaben dann in andere Hände geben. „Ich glaube, dass nach einer so langen Zeit ein Wechsel für alle Seiten gut sein kann“, sagte er auf WN-Anfrage.
Alfons Huesmann ist seit 1982 Mitglied der Feuerwehr. Bereits nach zehn Jahren übernahm er Führungsverantwortung und wurde zum Löschzugführer des Löschzuges Telgte ernannt. Mit Wirkung vom 6. Dezember 1993 wurde er kommissarisch zum stellvertretenden Wehrführer bestellt. Gleichzeitig übernahm er damit die Leitung der Feuerwehr, da der damalige Leiter auf eigenen Wunsch von dieser Funktion und den damit verbundenen Aufgaben beurlaubt war.
Zusammen mit Alfons Huesmann wird sein Stellvertreter Nico Sand ausscheiden. Am 28. November 2014 hatte er die Stellvertreter-Position – zuvor hatte Heinz Weßeler dieses Amt inne – offiziell übernommen. Bereits einige Zeit vorher hatte er diesen Posten kommissarisch inne gehabt. Eigentlich war Nico Sands sechsjährige Amtszeit damit bereits Ende 2020 ausgelaufen. Unter anderem aufgrund von Corona und der damit fehlenden Möglichkeit einer umfassenden Beratung und Nachfolgefindung innerhalb der Wehr hatte er das Amt weitergeführt. Der 46-jährige Nico Sand hat mit 13 Jahren in der Jugendfeuerwehr angefangen und alles von der Pike auf gelernt.
Große Herausforderungen gab es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für Huesmann und Sand viele. An erster Stelle sind hier sicherlich die Planungen und der Bau des Gerätehauses an der Alverskirchener Straße zu nennen. Ein Großprojekt, das die Feuerwehr über Jahre hinweg beschäftigt hatte.
Hinzu kommen vielfältige Anstrengungen im Bereich der Fahrzeugbeschaffung. Die Grundlage dafür war unter anderem der Brandschutzbedarfsplan, an dessen Erstellung die Wehrführung ebenfalls federführend zusammen mit externen Fachleuten beschäftigt ist.
Bei einer feuerwehrinternen nicht-öffentlichen Anhörung wurde vor wenigen Tagen zusammen mit dem Kreisbrandmeister über eine Nachfolgeregelung gesprochen. Ein entsprechender Vorschlag wird in der nächsten Zeit bei nicht-öffentlichen Beratungen die Politik beschäftigen.
Die Wahl selbst soll in der Ratssitzung am 7. April erfolgen, rechtzeitig vor dem Ende der Amtszeit von Alfons Huesmann zum 11. Mai.