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"Ein unausgegorener Plan"
Nicht weiterverfolgt wird die Idee der Verwaltung, auf dem langen und schmalen Grundstück gegenüber des Netto-Marktes an der Ostbeverner Straße den Nord-Standort der Feuerwehr zu errichten. Das beschloss der Planungsausschuss.
Vielmehr fand sich eine Mehrheit dafür, die Planungen auf den Parkplatz Ostbevern Straße/Einener Straße zu konzentrieren. Der ist zwar mit Kosten von rund einer Millionen Euro für die Großgarage um rund 300 000 Euro teurer, aber sei geeigneter. Die CDU stimmte dagegen, sie will vorrangig den Süd-Standort vorantreiben und dann erst den Satelliten bauen.
Als „Schnellschuss“ und „unausgegorenen Plan“ bezeichneten einige Politiker die Idee, das Grundstück gegenüber des Netto-Markt zu nutzen. Auch die Kostenproblematik ist noch nicht ausgestanden. Die FDP machte deutlich, dass die jetzige Entscheidung nicht automatisch grünes Licht für eine Realisierung bedeute.
Deutlich hatte der Bürgermeister zuvor davor gewarnt, die Planungen auf Eis zu legen. Die Feuerwehr brauche schnellstens Alternativen zum abgängigen Bau an der Ritterstraße. Die Idee von Johannes Fleer (CDU), auf dem Areal der Johanneskirche nach einem Standort zu suchen, hielt Stadtbrandmeister Alfons Huesmann für suboptimal.
Zudem fasste der Planungsausschuss den Offenlegungsbeschluss für den Feuerwehrstandort Süd. Zuvor waren die eingegangenen Anregungen und Bedenken diskutiert worden.
Rolf Suhre von der Firma nts stellte die Verkehrsplanung vor, die eine Ampelanlage vorsieht, die je nach Einsatzrichtung sowohl von der Feuerwehr als auch vom Rettungsdienst geschaltet werden kann (WN berichteten). Seiner Meinung nach könnten damit rund 80 Prozent der Ausfahrten ohne Martinshorn erfolgen.
Ralf Holtstiege, Ordnungsamtsleiter beim Kreis, erläuterte die Planungen für die Rettungswache. Die wird zukünftig rund um die Uhr auch Everswinkel mitversorgen. Dennoch geht der Kreis von nur durchschnittlich acht Fahrten täglich aus, da der Krankentransportwagen nicht mehr in Telgte stationiert sein wird.
Vor der Beratung über den Feuerwehrstandort an der Alverskirchener Straße hatte sich der Ausschuss mit einer möglichen Befangenheit von Ratsmitglied Klaus-Werner Heger zu befassen. Der hatte im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung Anregungen und Bedenken schriftlich geltend gemacht. Während Heger der Auffassung war, dass er nicht befangen sei, da er keine Vor- und Nachteile durch das Projekt habe, sah das die Verwaltung anders. „Der Schein einer möglichen Befangenheit sollte vermieden werden“, sagte Bürgermeister Wolfgang Pieper. Die Ausschussmehrheit folgte der Argumentation der Verwaltung.