Die Telgter standen gleichzeitig im Rampenlicht von „MausLive“. Sie erhielten Informationen zu den Gefahren in der digitalen Welt. Das zentrale Thema waren „Fake News“, also Falschnachrichten, die übers Internet verbreitet werden. Die Klasse 4b lernte nicht nur viel, sondern gestaltete auch das Programm mit und zeigte kreativen Talente im Radio. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei Gelegenheiten, ihre Ideen, Stimmen und Beiträge zu präsentieren und dabei ihre Fähigkeiten als Radiomacherin oder Radiomacher zu entfalten. Jeder Tag war einer anderen Aufgabe gewidmet. Die Kinder schrieben Nachrichten, gestalteten eine Umfrage, erstellten Rätsel und Reportagen. Dabei wurden sie von Maus-Reporterin Christina Pannhausen angeleitet.

Falsche Nachrichten entlarvt

Bereiche wie falsche Nachrichten (Fake News) und Mobbing besprachen die Schülerinnen und Schüler mit „MausLive“-Reporterin Insa Backe am dritten Tag. Auf die Frage: „Wie erkennen Schülerinnen und Schüler falsche Nachrichten?“, antwortete Insa Backe: „Man erkennt sie nicht. Bei ,Fake News' oder Schockanrufen werden Lügen als Wahrheit verkleidet.“ Wenn etwa die Nummer des Anrufers auf dem Handy nicht angezeigt wird, empfiehlt Insa Backe, das Telefonat nicht anzunehmen. Und: „Niemals am Telefon Fragen beantworten. Sofort mit den Eltern reden.“

Die Vielfalt der Maus-Klasse spiegelte sich in ihrer lebhaften Vorstellungskraft und ihrer Fähigkeit, Inhalte auf kreative Weise zu äußern, wider. Die Schülerinnen und Schüler übernahmen während der Radiosendungen verschiedene Rollen. Einige waren als Moderatoren tätig, andere trugen ihre selbst geschriebenen Geschichten vor. Die Radiosendungen wurden zu einem lebendigen Zusammenspiel von Stimmen, Klängen und Ideen, die die Zuhörenden an fünf Abenden für jeweils eine Stunde in die Welt der Klasse 4b eintauchen ließ. Ingrid Nachtigäller und die Reporterinnen von „MausLive“ unterstützten die Kinder bei der Vorbereitung und Umsetzung der Radioprogramme. Der kreative Prozess lag hauptsächlich in den Händen der Kinder. Dies förderte nicht nur ihre Medienkompetenz, sondern stärkte auch ihre Fähigkeiten in den Bereichen Teamarbeit, Präsentation und Selbstausdruck. Das Radio bot den Kindern eine Plattform, um ihre Stimmen zu erheben, Ideen zu teilen und eine breite Hörerschaft zu erreichen.

Selbstbewusstsein gestärkt

Es war nicht nur eine unterhaltsame Woche für alle Beteiligten, sondern auch eine lehrreiche Erfahrung, die den Schülerinnen und Schülern half, Selbstbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit weiterzuentwickeln, so der allgemeine Tenor. Die Mädchen und Jungen der 4b werden sicherlich noch lange von dieser besonderen Woche zehren. Es war nicht nur eine Gelegenheit, ihre Kreativität und Persönlichkeiten zu präsentieren, sondern auch ein weiterer Schritt in ihrer schulischen Entwicklung, der ihre Selbstwahrnehmung und ihr Verständnis für die Kraft der eigenen Stimme gestärkt hat.

Am letzten Tag saß im Klassenraum ein Mann, der sich später als Feuerwehrmann Nicolas Kreienbäumer vorstellte. Aus drei unterschiedlichen Quellen mussten die Kinder nun ermitteln, ob die Aussage des Mannes stimmte. Am letzten Tag fuhren Jonathan Ükermann, Thea Staab und Milan Stutter zum WDR nach Köln und nahmen dort an der WDR5-Radiosendung „MausLive“ teil.

 

Text und Bilder: wn.de