Doch zum Glück war es nur eine Übung der hiesigen Wehr, an der sich die Organisationen aus Milte und Westbevern sowie das DRK beteiligte. Insgesamt konnte die Übung mit vielen zufriedenen Minen nach rund einer Stunde beendet werden.

 

„Hurra, hurra die Schule brennt!“ Mit diesem Lied der Gruppe Extrabreit könnte die Situation an der Ambrosius-Grundschule wohl treffend beschrieben werden. Denn der Brand war nicht echt und die Darsteller gut vorbereitet. Um genau 14.03 Uhr ging die Feuersirene der Grundschule mit lautem Heulen und wohl für alle Mitbürger im Ort gut hörbar los. Die Aufgabe für die eintreffenden Feuerwehren – 30 Ostbeverner Wehrleute, fünf Kameraden aus Milte und 14 aus Westbevern - war indes keine leichte. Einer Rettung von zwei Handwerkern schloss sich die Sicherung einer Schulklasse an. Ausgearbeitet wurde sie von Steffen Herte und Jens Hassels. „In dieser Aufgabe steckt ganz viel Potenzial, was hier passieren kann“, schätzte Wehrführer Helmut Bücker ein. „Sie ist auch so umfangreich, das große Vorbereitungen darin stecken.“

 

Ein Feuer im Keller der Schule, das durch Installationsarbeiten entstanden war, hatte durch die Rauchentwicklung zwei Handwerker in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerquelle zu orten und zu löschen, sowie die Menschen zu retten war der erste Teil der Aktion, die von der Schulstraße aus angegangen wurde. Durch die große Rauchentwicklung folgerte, dass auch eine in der Schule tätige Klasse aus dem Gebäude geholt werden musste. Die rund 20 Mimen, Mitglieder des DRK und der Jugendfeuerwehr überzeugten in ihren Rollen. Schreiend und weinend machten sie Eindruck auf die zahlreichen Schaulustigen, die sich auf dem Schulhof versammelten. Die scheinbar verletzten und geschockten Schüler wurden alle nach und nach durch den Rauch ins Freie geleitet, im Zelt des DRK aufgenommen, betreut und versorgt. „In der Realität würden die Abläufe natürlich noch schneller sein“, meinte Christian Gehling (DRK). Er und Jens Hassels waren angesichts der Zusammenarbeit aller Beteiligten sehr zufrieden. „Das hat alles wie erwartet gut geklappt.“