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„Brauchen Standort von allgemeiner Akzeptanz“
Die CDU rückt nach den massiven Widerständen aus der Anliegerschaft von der Alverskirchener Straße ab und fordert nun, alle feuerwehrtechnisch möglichen Standortvarianten für eine neue Wache zu konkretisieren und der Öffentlichkeit vorzustellen.
Dieser Antrag wird den Rat in seiner Sitzung am 8. Juli beschäftigen.
„Wir brauchen einen Standort von allgemeiner Akzeptanz“, so Fraktionschef Volker Herwing gegenüber den WN. Seine Fraktion sei davon überzeugt, dass eine Feuerwache in einem reinen Wohngebiet keine große Chance habe, tatsächlich gebaut zu werden. Dies belegten Erfahrungen in anderen Kommunen. Als Beispiel nennt Herwing die Stadt Syke bei Bremen. Was die Geräuschemissionen angeht, die von einer Wache ausgehen, verweist er auf die Bestimmungen der Technischen Anleitung Lärm. Auch zu einem solchen Sachverhalt vorliegende Gutachten stimmen den Fraktionsvorsitzenden der CDU offenbar nicht sonderlich optimistisch. „Diese Beispiele sollten eine Lehre sein und müssen bei der Telgter Standortentscheidung berücksichtigt werden“, betont Herwing in der Antragsbegründung.
Die CDU-Fraktion, so ihr Vorsitzender weiter, habe die nichtöffentlich getroffene Entscheidung des Rates am 27. Mai zur Alverskirchener Straße mitgetragen, „weil wir eine neue Feuerwache auf den Weg bringen wollten“. Aus feuerwehrtechnischer Sicht sei der Standort auch tatsächlich „klasse“. Aber die Chance einer Realisierung sei nun mal relativ gering, und deshalb sei es richtig, die Standortsuche jetzt noch mal auszuweiten und die Ergebnisse öffentlich vorzustellen.
Ein Zeitverlust ist nach Einschätzung der CDU mit diesem Verfahren nicht verbunden. Die Bewertung der Standortvarianten könne im Planungsausschuss am 2. September in öffentlicher Sitzung vorgestellt werden. Mit den Grundstücksangelegenheiten könne sich der Rat dann am 7. Oktober nichtöffentlich beschäftigen und gegebenenfalls in gleicher Sitzung den Kauf eines Grundstücks beschließen.
In der nächsten Woche trotzdem die von der Verwaltung initiierte Bürgerversammlung zum Standort Alverskirchener Straße durchgeführen, hält Herwing für richtig. „Es ist wichtig, die Bürger mitzunehmen und darzulegen, welche Überlegungen hinter dem Beschluss gestanden haben.“
Text und Bild: WN