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Brandschutzbedarfsplan für die TEO-Kommunen
Nach den Sommerferien wird in der Politik der Brandschutzbedarfsplan beraten, der erstmals für alle drei TEO-Kommunen gemeinsam erstellt wird. Erste Einblicke im Folgenden.
Mit Ferienbeginn haben die Politiker in den drei TEO-Kommunen (Telgte, Everswinkel und Ostbevern) ein dickes Dokument bekommen, das nach der Sommerpause eingehend beraten werden soll – der Brandschutzbedarfsplan. Dabei wird das TEO-Gebiet erstmals einer gemeinsamen Betrachtung unterzogen.
Einige vorläufige Aussagen von großer Bedeutung, letzte Abstimmungen zwischen den Feuerwehren und den Verwaltungen laufen noch, waren den Ausführungen von Noah Herschbach vom Ingenieurbüro „antwortING“ zu entnehmen. Er stellte das bisher Zusammengetragene vor Politikern in Telgte vor.
Eine zentrale Aussage für die Emsstadt: „Der Standort Nord bringt keine Vorteile in der Abdeckung des Stadtgebietes“, sagte der Experte. Als Standort Nord wird die alte Feuerwache an der Ritterstraße bezeichnet. Daraus folgerte der Fachmann: „Der Standort und das Gebäude sind nicht mehr notwendig.“
Eine weitere Kernaussage im Rat: „Die Löschgruppe Winkhaus bringt einen massiven Vorteil bei den Einsatzzeiten.“ Zur Erinnerung: Seit Jahren unterstützt das Telgter Unternehmen den Brandschutz in der Emsstadt, indem Mitarbeiter, die in der Feuerwehr sind, zu Einsätzen mit ausrücken. Besonders schnell ist die Löschgruppe unter anderem, weil sie über ein eigenes Fahrzeug verfügt, das auf dem Werksgelände stationiert ist.
Lob für Löschgruppe Winkhaus
Eine gute Nachricht gab es in diesem Zusammenhang ebenfalls: Ordnungsamtsleiterin Tatjana Hansen berichtete von Gesprächen zwischen der Verwaltung und der Firmenleitung. Dabei sei signalisiert worden, dass das Unternehmen bezüglich des Brandschutzes an einer langen Zusammenarbeit mit der Kommune interessiert sei. „Das freut uns sehr“, so Hansen.
Denn, auch das machte der Gutachter deutlich: „Ohne den Standort Winkhaus ist ein anderer Standort Nord notwendig.“ Konkret bezog er sich dabei auf den Parkplatz auf der Spitze Ostbeverner Straße/Einener Straße, der als mögliche Alternative weiter eine Option bleiben solle.
Viel Lob gab es vom Gutachter bezüglich der Standorte der Fahrzeuge, die gut gewählt seien. Die Drehleiter etwa sei an der Alverskirchener Straße richtig positioniert, denn vor allem im Bereich der Kernstadt sei ihr Haupt-Einsatzgebiet, das zeigten die Zahlen. Auch den Fahrzeugpark bezeichnete der Experte als gut und technisch weitgehend auf der Höhe der Zeit.
Junger Personalstamm und konstante Zahlen
Ein junger Personalstamm und konstante Mitgliederzahlen bei den Aktiven der Feuerwehr seien eine gute Basis für die Zukunft, so Herschbach, der besonders die Jugendfeuerwehr in den Fokus nahm. Das große Interesse und die Warteliste zeigten, dass dort gute Arbeit gemacht werde. Das sei auch wichtig, denn das seien die Einsatzkräfte von morgen.
Entschieden ist wie gesagt noch nichts, aber der Experte schlug den Politikern als eine Maßnahme vor, die Einsatzzeit-Vorgaben anzupassen. Aktuell sind acht Minuten anvisiert, bis das erste Fahrzeug vor Ort ist. Das solle, analog zu vielen anderen Kommunen, auf den derzeit weit verbreiteten Standard von zehn Minuten angepasst werden. Das Ganze beruhe nämlich auf Planungen aus den 70er und 80er Jahren und Vorgaben aus dem Bereich der Berufsfeuerwehr.
Ein wichtiger Aspekt im neuen Brandschutzbedarfsplan ist die interkommunale Zusammenarbeit, die nach Ansicht des Experten viele Vorteile – beispielsweise in der Tagesverfügbarkeit der Kräfte – biete. Auch bezüglich der Fahrzeuge, beispielsweise die Wasserversorgungskomponente wird bereits überörtlich betrieben, zeigten sich weitere Vorteile. Zudem etwa bei der Beschaffung von Ausrüstung oder der Wartung der Gerätschaften sowie der IT.
Am 3. September soll der endgültige Brandschutzbedarfsplan im Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschuss beraten werden. Zudem wird er am 26. September im Rat auf der Tagesordnung stehen. Ähnlich sind die Termine auch in den beiden anderen TEO-Kommunen, Everswinkel und Ostbevern, getaktet.
Text: wn.de