Evakuierung, alle Löschzüge des Stadtgebiets rückten zur Von-Siemens-Straße an. Jetzt musste es schnell gehen. Mindestens 45 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr waren vor Ort. Und unter den prüfenden Blicken der Übungsleiter Udo Bubbel und Klaus Schulte, zeigten die Ehrenamtlichen routiniert, was sie können.

 

Das Besondere an dem Wohnheim: Es ist ein offenes Haus. Das wiederum heißt, dass nicht genau klar war, wie viele Behinderte sich wirklich in dem Gebäude aufhielten. Unter Atemschutz, schließlich breitete sich der dichte Rauch langsam im gesamten Haus aus, wurde deshalb nach hilflosen Personen gesucht. Erst dann kümmerten sich die Feuerwehrleute um den „Brand“. Nach einer Stunde war alles gelaufen. Im Ernstfall hätte dieser Einsatz wohl länger gedauert, gibt Übungsleiter Udo Bubbel zu.

 

Bei der Sammelstelle im Garten trafen sich unterdessen die Bewohner mit den Betreuern. Getränke, Decken und Zurede, das sind die drei Dinge, um die sich die DRK-ler dort kümmerten.

 

Natürlich wurde das Spektakel an der Von-Siemens-Straße von zahlreichen Schaulustigen, darunter viele Kinder, verfolgt.

 

„Mitarbeiter und Bewohner haben sich absolut richtig verhalten“, lobt Bubbel. „Je besser die Arbeit der Mitarbeiter - etwa bei der Evakuierung - desto einfacher hat es die Feuerwehr.“ Dabei ist zu beachten, dass die Mitarbeiter unter gar keinen Umständen ein zweites Mal ins Haus dürfen, um sich selbst nicht zu verletzen.

 

Letztendlich waren es wenige Kleinigkeiten, die beim Einsatz nicht klappten. Aber dafür ist so eine Übung da. Damit beim echten Einsatz eben diese Sachen nicht passieren. Sehr zufrieden zeigten sich die Übungsleiter Schulte und Bubbel, die als Sachkundige die Arbeit ihrer Kollegen beurteilten.

 

Auch das DRK ist zufrieden mit der Leistung seiner 16 Ehrenamtlichen. „Wir kümmerten uns um die Wünsche der Bewohner. Im Notfall hätten wir die medizinische Betreuung übernommen“, sagt DRK-Einsatzleiter Patrick Puklowski. „Es war wie im Realfall.“ Die Zusammenarbeit der Betreuer hat gut geklappt. Puklowski richtete auch ein Lob an die Bewohner: Sie hätten „sich ruhig verhalten“.

 

Nach einer Rückmeldung an die Leitung der Wohnstätte rückte die Wehr wieder ein. In den Teambesprechung ließen Feuerwehr und DRK den Einsatz Revue passieren.

 

Am Ende der Übung gab es für die Helfer eine Stärkung und eine Menge Appla

 

Fotos und Text: Sebastian Bickert, WN