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Betreuung im Gerätehaus
Nachdem an der Don-Bosco-Schule deutlich mehr Kinder für die Betreuung angemeldet wurden als Plätze zur Verfügung stehen, hat die Verwaltung mit der Nutzung des nahen Gerätehauses eine pragmatische Übergangslösung gefunden.
Die Freude und Erleichterung war am Dienstagabend im Hauptausschuss in allen Fraktionen groß: Mit einer eher unkonventionellen Lösung hat die Verwaltung nämlich dafür gesorgt, dass nun doch alle an der Don-Bosco-Schule für den Offenen Ganztag oder die Über-Mittag-Betreuung angemeldeten Kinder einen Platz bekommen.
Dafür werden Räumlichkeiten im nahe gelegenen Feuerwehrgerätehaus an der Alverskirchener Straße genutzt. Die, so Fachbereichsleiterin Tanja Schnur , seien mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand und vor allem recht schnell für die Betreuung herzurichten.
Wie bereits berichtet, hatte es bei den Anmeldungen für beide Betreuungsformen an der Don-Bosco-Schule einen Überhang von mehr als 20 Kindern gegeben. Entsprechend waren verschiedene Alternativen geprüft und Gespräche geführt worden.
„Wir sind fast auf der Zielgeraden“, war auch Tanja Schnur ein wenig die Erleichterung anzumerken. Sie schilderte kurz das geplante Prozedere. Fest steht, dass die zu betreuenden Kinder sich jeweils nur in Begleitung von Fachkräften von der Schule auf den Weg zum Gerätehaus machen dürfen – aus Sicherheitsgründen. Zudem dürfen sie von ihren Eltern ausschließlich wieder an der Schule abgeholt werden, keinesfalls vom Feuerwehrgelände aus. Das hat unter anderem versicherungsrechtliche Gründe.
Über eine noch zu bauende kleine Treppe und ein Tor im Zaun des Parkplatzes hinter der Feuerwache sollen die Kinder vom Schulhof aus schnell und vor allem sicher auf das Gelände kommen. Da der Fußweg hinter der Rettungswache her verläuft und im Bereich des eigentlichen Gerätehauses ein Bürgersteig vorhanden ist, spielt beispielsweise auch der Gemeindeunfallversicherungsverband bei der pragmatischen Lösung mit, führte die Verwaltung aus.
Untergebracht werden die Kinder dann im Raum der Jugendfeuerwehr sowie in einem Teil des Schulungsraumes im ersten Obergeschoss des Gebäudes. Hier, so die Fachbereichsleiterin, sei nach kleineren Maßnahmen Platz für rund 30 Kinder der sogenannten Über-Mittag-Betreuung.
Die Nutzung der Feuerwehrräume führt nach Angaben der Stadt zu einer kleinen Veränderung bei den Betreuungsräumlichkeiten auf dem Gelände der Don-Bosco-Schule. Der Pavillon auf dem Schulhof, der bislang ausschließlich für die Über-Mittag-Betreuung genutzt worden sei, könne dann auch teils der Offenen Ganztagsschule zur Verfügung stehen.
Nach Angaben von Tanja Schnur könnten durch die Nutzung der Feuerwehrräume alle Bedarfe an der Don-Bosco-Schule gedeckt werden. An den anderen Grundschulen sei die Betreuungssituation insgesamt entspannt.
Wegen der ursprünglich erheblichen Lücke zwischen der Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze und der Zahl der angemeldeten Kinder seien bereits Gespräche mit Eltern geführt worden, ob eine Betreuung überhaupt zwingend notwendig sei. Vier Erziehungsberechtigte hätten dabei signalisiert, dass sie auch ohne ein solches Angebot auskommen könnten. Die würden nun natürlich wieder über die neue Chance informiert, so die Fachbereichsleiterin.
Klaus Resnischek (SPD) war „gut zufrieden, dass eine Lösung gefunden wurde und kein Losverfahren durchgeführt werden musste“. Christoph Boge (CDU) sprach nicht nur von qualitativ hochwertigen Räumen, die im Feuerwehrgerätehaus zur Verfügung stehen würden, sondern auch von einer „pragmatischen und guten Lösung“. Ganz ähnlich die Meinung von Britta Sporket (Grüne), die das flexible und lösungsorientierte Agieren der Verwaltung herausstellte, das nun zu einem „tollen Ergebnis“ geführt habe.
Das Ganze ist übrigens nur eine Übergangslösung, denn durch den Neubau an der Don-Bosco-Schule werden demnächst genügend Räumlichkeiten – auch für die Betreuung der Kinder – zur Verfügung stehen. Das war in den Plänen bereits berücksichtigt worden.
Text und Bild: wn.de