Beim Eintreffen des Rettungsdienstes hing der Mann am eingeklemmten Arm in der Luft. Er wurde durch Unterbau einiger Materialien in eine sitzende Position gebracht und vom Notarzt mit Schmermitteln versorgt.

Der Mann war die gesamte Rettungsaktion über gut ansprechbar und der Lage entsprechend orientiert.

 

Der Zugang zur Einsatzstelle war nur durch das 40cm hochgefahrene Tor möglich.

Alle eventuell benötigten Rettungsgeräte und Werkzeuge wurden in die Tiefgarage verbracht. Rettungsschere und -spreizer wurden in Stellung gebracht, die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet. Material zum Unterklotzen sowie einige weitere Schneidgeräte und Hebekissen wurden ebenfalls in Stellung gebracht.

 

Zuerst wurde die Schutzabdeckung demontiert, was letztendlich aber nur nach Einsatz eines Spreizers gelang.

 

Danach war eine weitere Lageerfassung möglich. Der Arm schien eine 3/4tel Umdrehung in der Anlage zu stecken. Ein Heraufschieben des Rolltores, um so der obersten Lagen mehr Luft zu geben, misslang.

 

Da der Patient kreislaufstabil war, wurde weiterhin versucht, den Arm vorsichtig aus der Anlage zu entfernen. Parallel wurde ein Rettungshubschrauber alarmiert, um später den befreiten Patienten möglichst schnell in eine geeignete Klinik zu transportieren.

 

Mit Hebekissen wurde das Rolltor anschließend soweit auseinandergedrückt, um den Arm zu befreien. Auch dieser Versuch scheiterte. Der Arm schien wirklich fast eine ganze Umdrehung in dem aufgewickelten Rolltor zu stecken.

 

Da der Patient zunehmend unruhiger wurde, blieb als letzte Möglichkeit nur noch, eine Narkose einzuleiten und das Tor schnellstmöglich  zurückzudrehen. Danach wurde der Patient entsprechend transportfähig gemacht und mit dem Rettungshubschrauber "Euro 2" in die Universitätsklink Münster geflogen.

 

Feuerwehr und Rettungsdienst trafen sich sofort im Anschluß an den Einsatz zu einer kurzen Nachbesprechung, da vielen Einsatzkräften die genaue Lage vor Ort gar nicht ersichtlich war.

 

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen waren die Straße "Baßfeld" komplett gesperrt. Der Rettungshubschrauber landete ebenfalls dort.

 

Im Einsatz waren:

Feuerwehr Telgte: LF16 II, LF16 I, Rüstwagen, ELW

Rettungsdienst: RTW Telgte, Notarzt Telgte, Rettungshubschrauber "Euro 2"

Polizei Warendorf